Neues Interview zu Islam und Immigration
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Kontext: Diese Interview hat Lorenza Formicola von La Nuova Bussola Quotidiana mit mir geführt. Hier im Folgenden die deutsche Übersetzung und das Original auf Italienisch. Auch in der Tageszeitung Il Giornale erschien ein Interview zum gleichen Thema mit mir, das Nico Spuntoni geführt hat. Es fand in Italien grössere Verbreitung. Deshalb hat hier Lorenza Formicola noch einmal nachgefragt. Gleichzeitig sprach ich per Video - Konferenz mehr als eine Stunde zu diesem und anderen Thema mit dem bekannten Schriftsteller und Youtuber Paolo Gambi, der mit seinen Publikationen eine grosse Reichweite hat. Er wurde durch das Interview mit Nico Spuntoni auf mich aufmerksam.

KI generiertes Bild
Europa wird von einer weiteren Migrationskrise heimgesucht. Der unbestreitbar islamische und gross angelegte Druck stellt die Verteidigung der christlichen Identität auf eine harte Probe. Welche Rolle muss die katholische Kirche angesichts dieser radikalen demografischen, religiösen und sozialen Veränderungen einnehmen?
«Die katholische Kirche sollte in dieser Frage keinen idealistischen Ansatz verfolgen. Damit meine ich, dass sie keinen von der Realität losgelösten Moralismus predigen sollte, der die konkret bestehenden sozialen Probleme im Zusammenhang mit einer grenzenlosen Einwanderung ignoriert, die nur mit politischem, gesunden Menschenverstand gelöst werden können. Das kirchliche Projekt der universellen Brüderlichkeit weigert sich, Wahrheit und Liebe miteinander zu verbinden.»
• Es gibt einen rasenden Drang, die Welt zu globalisieren und dabei Nationen und Besonderheiten auszulöschen. Die Bibel erinnert daran, dass das jüdische Volk ins Exil ging und Gott es in sein Land zurückbrachte; Christus floh vor Herodes nach Ägypten und kehrte nach dem Tod des Tyrannen nach Hause zurück. Jeder muss in seinem eigenen Land leben, dem einzigen Umfeld, in dem er sich entfalten kann. Warum hat die Kirche in den letzten zehn Jahren eine falsche Exegese durchgesetzt, die die Einwanderung verherrlicht, die illegale Einwanderung rechtfertigt und das Recht auf Nicht-Auswanderung ausser Kraft setzt?
«Weil sie zu viel auf die Welt hört. Unter dem Pontifikat von Papst Franziskus wurde dieses Bündnis mit der Politik auf die Spitze getrieben. Der Globalismus hat heute im Hinblick auf die Bedürfnisse der Menschen bereits versagt. Er dient nur der Finanzelite, also jenem kleinen Prozentsatz elitärer Kreise, die die weltweiten Geldströme kontrollieren und über unvorstellbare Vermögen verfügen. Sie sind es, die die Politik bestimmen.
Die Kirche sollte die Vielfalt der Nationen, Sprachen und Kulturen, die Gott geschaffen hat und die den Menschen eine echte Beheimatung vermitteln, verteidigen, während der Globalismus die Menschen entwurzeln und heimatlos machen will. Ihre alltäglichen Probleme lassen sich nach dem Subsidiaritätsprinzip auf lokaler Ebene wirksamer lösen als in weit entfernten Zentralen, die ihre Entscheidungen intransparent treffen und sich zunehmend totalitär verhalten, wie es bei der EU der Fall ist.»
• Das Pew Research Center prognostiziert, dass es im Jahr 2050 in Europa 57.9 Millionen Muslime geben wird, was 11.2 % der Bevölkerung entspricht. In Italien wird ihre Zahl von 2.87 auf 7 Millionen steigen, von 4.8 % auf 12.4 %. Alle Prognosen zeigen ein stetiges Wachstum der muslimischen Bevölkerung und eine Stagnation der nicht-muslimischen. Was halten Sie davon?
«Leider bekommen wir zu wenige eigene Kinder. Wir gleichen diese durch Migranten aus, um als Gesellschaft zu überleben. Die meisten Menschen denken wahrscheinlich: «Das wird schon gut gehen!» Ich persönlich bin überzeugt, dass der Islam nicht in unsere politischen Systeme und unsere vom Christentum geprägte Denkweise integrierbar ist. Es gibt keinen unpolitischen Islam, der rein auf religiöser Innerlichkeit beruht. Er ist ein politisch-religiöses Herrschaftssystem. Und je mehr seine Anhänger davon überzeugt sind, desto weniger ist er integrierbar. Das Ergebnis sind Parallelwelten, bis die eigene Vorherrschaft erreicht ist.»
• Die irreguläre Einwanderung, von der Europa betroffen ist, besteht vor allem – wenn auch nicht ausschliesslich – aus gesunden jungen Männern, die weder vor Kriegen noch vor Elend fliehen. Ein Einwanderer aus Subsahara-Afrika muss dem Schlepper durchschnittlich 3'000 Dollar zahlen: Die wirklich Armen in Afrika haben die Mittel dazu nicht. Wer ankommt, gehört zur aufstrebenden Mittelschicht. Wie stellt sich die Kirche angesichts einer demografischen Waffe solchen Ausmasses dar?
«Sie will die Dinge nicht so sehen, wie sie sind, und spricht nur von Nächstenliebe, gegen die es nichts einzuwenden gibt. Doch so lässt sich das Problem nicht lösen. Ein Vater, der Waisenkindern helfen will und bereits zwei eigene Kinder hat, muss doch abwägen, ob er es sich leisten kann, ein weiteres (fremdes) Kind zu adoptieren. Seine Nächstenliebe äussert sich auf vernünftige Weise. Er wägt ab, ob das Kind in die bestehende Familie integriert werden kann, sowohl in menschlich-psychologischer als auch in finanzieller Hinsicht. Eine Adoption zu viel könnte die Familie schwer belasten und sie vielleicht sogar gefährden. Er darf nicht mehr Kinder adoptieren, als er integrieren und versorgen kann. Das versteht jedes Kind.»
• Europa befindet sich in einer tiefen Krise: des Glaubens, der Wirtschaft, der Kultur und des sozialen Zusammenhalts. Kardinal Sarah hat «einen virulenten Atheismus» angeprangert, «der alles durchdringt, sogar kirchliche Reden». u Dieser Atheismus «besteht darin, zuzulassen, dass radikal heidnische und weltliche Gedanken und Lebensweisen neben dem Glauben bestehen». Was muss die Kirche tun, um darauf zu reagieren?
«Die Kirche muss sich an die Jugendlichen wenden, die die christlichen oder nichtchristlichen Familien von morgen bilden werden. Die Jugendlichen brauchen Vorbilder; schon ein einziger junger Priester, der heiligmässig wirkt, übt auf sie eine enorme Anziehungskraft aus.
Wir brauchen Heiligkeit. Sie bewegt und zieht an. Man kann ihr in der Kirche immer wieder begegnen. Und wo sie gelebt wird, lassen die guten Früchte nicht lange auf sich warten. Und noch etwas: Wir brauchen Antworten, fundierte und vernünftige Antworten auf die Fragen, die die Menschen beschäftigen. Die hl. Teresa von Ávila legte bei ihren Beichtvätern mehr Wert auf Bildung als auf Frömmigkeit.»
• Der islamistische Terrorismus in Europa – von spektakulären Anschlägen über vereitelte Anschläge bis hin zu Vorfällen geringerer Tragweite – weist stets dasselbe Motiv auf: Hass auf den Westen, das Christentum und die Juden, gepaart mit einem Gefühl der Rache für die Niederlagen der Vergangenheit. In Spanien wird offen von einer islamischen Rückeroberung gesprochen. Wie beurteilen Sie das? Glauben Sie, dass es zu einem Punkt ohne Wiederkehr kommen wird?
«Die Gefahr ist sehr gross. Die beschriebenen Phänomene lassen die Masken fallen. Hass und Arroganz, Machtgier und Gewalt, mit anderen Worten: die Unterwerfung, sind eindeutig dämonische Phänomene. Wenn eine Religion diese gutheisst, diskreditiert sie sich selbst. Nach den Worten Jesu wird die Verblendung so weit gehen, dass diese Gewalttaten im Namen Gottes begangen werden. Wenn wir jetzt nicht eingreifen, um dieser Tendenz entgegenzuwirken, dann wird der Punkt ohne Wiederkehr erreicht werden, zumindest in einigen Regionen der westlichen Welt. Unruhen wie jene, die in England stattfinden, sind die Vorboten dafür.
• Wie kann man den Druck der neuen islamisch geprägten Parteien, die sich in Frankreich, im Vereinigten Königreich und zuletzt auch in Italien bereits etabliert haben und darauf abzielen, Elemente des islamischen Rechts (Fiqh) und der Scharia in die europäische Gesetzgebung einzubringen, noch unterschätzen? Der politische Islam bringt eine Fremdheit gegenüber dem Laizismus, die totale Unterwerfung unter den Gott des Korans, die Überlegenheit der Umma sowie Vorstellungen von Frau und Familie mit sich, die den westlichen Vorstellungen sehr fern sind. Die Soziallehre der Kirche vertritt Positionen, die nicht nur dem Islam, sondern auch dem neo-aufklärerischen Modernismus entgegenstehen, der die liberalen europäischen Institutionen beherrscht. Was ist zu tun?
«Wir müssen beide Dinge getrennt betrachten: den Islam und den neo-aufklärerischen Modernismus. Was sie verbindet, ist eine antichristliche Speerspitze.
Wir müssen beten und unser Vertrauen auf Gott setzen. Letztendlich geht es um etwas Übernatürliches: auf der einen Seite die Menschwerdung Gottes und die Offenbarung der Wahrheit; auf der anderen Seite die ständigen und immer neuen luziferischen Erfindungen, die die Menschen verführen. Letztere zielen auf ein irdisches und politisches Reich ab. Gott hingegen will in den Herzen herrschen.»
• Es gibt diejenigen, die eine rein menschliche und horizontal ausgerichtete Kirche wollen, die die Sprache der Medien spricht. Die italienische und europäische Seelsorge hat sich mit Leib und Seele ausschliesslich den Themen Migration, Ökologie, Dialog, Kultur der Begegnung, Armut, Gerechtigkeit und Frieden verschrieben. Die Zahlen zu den Berufungen und zur Sakramentenbeteiligung zeigen, dass diese Kirche niemanden interessiert. Die Kirche ist erst dann faszinierend und übt Anziehungskraft aus, wenn sie die Begegnung mit Jesus ermöglicht. Wie lautet Ihre Einschätzung des Zustands der europäischen Kirche?
«Leider hat Papst Franziskus die Kirche mit grosser Kraft in diese Richtung getrieben. Denn Jesus sagt ganz klar: «Mein Reich ist nicht von dieser Welt.» Deshalb sollte die Kirche nicht ständig so reden, als wäre es (das Reich Gottes) von dieser Welt. Unsere Aufgabe ist nicht dieselbe wie die der Politiker. Die Kirche äussert sich bereits seit Jahrzehnten zu diesen sozialen Themen. Wir brauchen dazu nicht ständig neue Dokumente. Uns liegt das Heil der Seelen am Herzen. Das Evangelium enthält alle Antworten. Letztendlich sind die Dinge einfach. Ein Übermass an Worten und Komplexität ist kein Zeichen für eine göttliche Lösung. Unsere Lösung ist Jesus. Diese müssen wir der Welt anbieten, nichts anderes. So einfach ist das.»
Das Original:
“Personalmente sono convinto che l’islam non sia integrabile nei nostri sistemi politici e nel nostro modo di pensare, plasmato dal cristianesimo. Non esiste un islam apolitico, di pura interiorità religiosa. È un sistema di dominio. E più i suoi seguaci ne sono convinti, meno è integrabile. Il risultato sono mondi paralleli” , parola di Mons Marian Eleganti.
Non è un vescovo che cerca il consenso. Benedettino, già abate dell’abbazia di St. Otmarsberg e vescovo ausiliare di Coira (Svizzera) fino al 2021, è diventato una delle voci più scomode del cattolicesimo europeo. Uomo di rigore spirituale e intellettuale, da anni difende la verità e la bellezza della fede cattolica in un Occidente sempre più ostile e smarrito. Ha pagato il prezzo della fedeltà alla coscienza: nel 2018 si è dimesso da vescovo dei giovani della Conferenza episcopale svizzera per disaccordi di fondo durante il Sinodo dei giovani; e nel 2021 ha presentato le dimissioni a soli 65 anni, dieci anni prima del limite pensionabile obbligatorio. Non ha cercato rifugio nel silenzio. Dal 12 luglio scorso è anche tra i fondatori dell’associazione di laici Pro Fide Ecclesiae, nata per «difendere la Fede dalle interpretazioni e dalle falsificazioni eretiche» e per contrastare i tentativi del Cammino sinodale tedesco di alterare la dottrina cattolica. È oggi una delle figure più lucide rispetto ad una delle crisi che attraversano l’Europa: quella migratoria.
L’Europa è travolta da un’ennesima crisi migratoria. La pressione, innegabilmente islamica e su vasta scala, è una sfida. Quale ruolo deve assumere la Chiesa cattolica di fronte a questi radicali mutamenti demografici, religiosi e sociali?
La Chiesa cattolica non dovrebbe adottare un approccio idealistico su questa questione. Con questo intendo dire che non dovrebbe predicare un moralismo distaccato dalla realtà, che ignora i problemi sociali concretamente esistenti legati a un’immigrazione senza limiti e che possono essere risolti solo con il buon senso politico. Il progetto ecclesiale di fratellanza universale non coniuga verità e amore.
Una furia ideologica spinge a cancellare nazioni e identità in nome della globalizzazione totale. Ma la Bibbia racconta altro: l'esilio d'Israele finisce con il ritorno alla propria terra, Cristo fugge da Erode solo per tornare a casa alla morte del tiranno. Il radicamento, non lo sradicamento, è la logica biblica. Perché allora, da un decennio, una parte della Chiesa piega le Scritture a un'esegesi che esalta l'immigrazione, assolve l'irregolarità e cancella persino il diritto a restare nella propria terra?
Perché presta troppa attenzione al mondo. Sotto il pontificato di Papa Francesco questa alleanza con il mondo politico è stata portata all’estremo. Il globalismo ha già fallito oggi rispetto ai bisogni delle persone. Serve solo all’élite finanziaria, ovvero a quella piccola percentuale di caircoli elitari che controllano i flussi monetari universali e possiedono patrimoni inimmaginabili. Sono loro a determinare la politica.
Che fare quindi?
La Chiesa dovrebbe difendere la diversità delle nazioni, delle lingue e delle culture che Dio ha creato e che danno un vero senso di appartenenza alle persone, mentre il globalismo vuole rendere apolidi. I problemi quotidiani possono essere risolti secondo il principio di sussidiarietà, piuttosto che in sedi centrali lontane, che prendono le loro decisioni in modo poco trasparente e si comportano in modo sempre più totalitario, come nel caso dell’UE.
Il Pew Research Center prevede che nel 2050 i musulmani in Europa saranno 57,9 milioni, l’11,2% della popolazione. In Italia passeranno da 2,87 a 7 milioni, dal 4,8% al 12,4%. Le varie proiezioni mostrano una crescita costante della popolazione musulmana e una diminuzione di quella europea. La demografia è un’arma. Cosa ne pensa?
Purtroppo abbiamo troppo pochi figli nostri. Li compensiamo con gli immigrati per sopravvivere come società. La maggior parte delle persone pensa probabilmente: “Andrà tutto bene!”.
E come si pone la Chiesa davanti a sconvolgimenti di tale portata?
Non vuole vedere le cose per come stanno e parla solo di carità, contro la quale non c’è nulla da obiettare. Ma così non si risolve il problema. Un padre che vuole aiutare i bambini orfani e ne ha già due propri deve pur valutare se può permettersi di adottare un altro bambino. Il suo amore per il prossimo si manifesta in modo ragionevole. Valuta se il bambino sia integrabile nella famiglia già esistente, sia dal punto di vista umano-psicologico che da quello finanziario. Un’adozione di troppo potrebbe gravare pesantemente sulla famiglia e forse persino metterla a rischio. Non può adottare più bambini di quanti ne possa sostenere. Questo lo capisce qualsiasi bambino.
L’Europa è in crisi profonda: fede, economia, cultura e coesione sociale. Il cardinale Sarah ha denunciato «un ateismo virulento che permea ogni cosa, anche i discorsi ecclesiastici. Consiste nel permettere che pensieri e stili di vita radicalmente pagani e mondani coesistano con la fede». Si può reagire?
La Chiesa deve rivolgersi ai giovani, che costituiranno le famiglie cristiane o non cristiane di domani. I giovani hanno bisogno di modelli di riferimento; un solo giovane sacerdote, dall’aspetto quasi santo, esercita su di loro un’enorme forza di attrazione.
Abbiamo bisogno di santità. Essa commuove e attrae. La si può incontrare continuamente nella Chiesa. E dove viene vissuta, i buoni frutti non tardano ad arrivare. E ancora una cosa.
Cosa?
Abbiamo bisogno di risposte, risposte fondate e ragionevoli alle domande che preoccupano la gente. Teresa d’Avila preferiva la formazione alla devozione nei suoi confessori.
Dagli attentati eclatanti ai complotti sventati, fino ai fatti minori: il filo conduttore è sempre lo stesso, odio per l'Occidente, la cristianità, gli ebrei — e la rivalsa per sconfitte storiche mai digerite. In Spagna l’islam parla apertamente di "riconquista" di ciò che fu perso secoli fa. Si sta arrivando a un punto di non ritorno?
Il pericolo è molto grave. I fenomeni descritti fanno cadere le maschere. L’odio e l’arroganza, la sete di potere e la violenza, in altre parole: la sottomissione, sono chiaramente fenomeni demoniaci. Se una religione li avalla, si squalifica da sola. Secondo le parole di Gesù, l’accecamento arriverà al punto tale da essere perpetrato in nome di Dio. Se non interveniamo ora per contrastare questa tendenza, allora si raggiungerà il punto di non ritorno, almeno in alcune regioni del mondo occidentale. I disordini come quelli che si verificano in Inghilterra ne sono i presagi.
In Francia, Regno Unito e ora Italia, partiti di ispirazione islamica spingono per innestare sharia e fiqh nella legislazione europea — sottomissione assoluta, primato dell'Umma, un'idea di donna e famiglia agli antipodi di quella cristiana. Ma il fronte opposto non è meno ostile: le istituzioni liberali europee, plasmate dal modernismo neoilluminista, guardano la Dottrina sociale della Chiesa con la stessa insofferenza. Stretta tra due modernità che la vogliono irrilevante, la Chiesa ha ancora il tempo e la forza per scegliere un terzo cammino — o è già troppo tardi?
Dobbiamo valutare separatamente entrambe le cose: l’Islam e il modernismo neoilluminista. Ciò che li accomuna è una punta di lancia anticristiana. Dobbiamo pregare e riporre la nostra fiducia in Dio. In definitiva, si tratta di qualcosa di soprannaturale: da un lato, l’Incarnazione di Dio e la rivelazione della verità; dall’altro, le continue e sempre nuove invenzioni luciferine che seducono gli uomini. Queste ultime mirano a un regno terreno e politico. Dio, invece, vuole regnare nei cuori.
Migrazioni, ecologia, dialogo, povertà: l'agenda "orizzontale" che doveva rendere la Chiesa popolare ne ha svuotato seminari e banchi. I numeri sono impietosi. La verità è scomoda: la Chiesa attrae solo quando smette di inseguire il mondo e permette di incontrare Cristo. Qual è la sua analisi dello stato della Chiesa europea?
Purtroppo, Papa Francesco ha spinto la Chiesa con grande forza in questa direzione. Gesù dice chiaramente: «Il mio regno non è di questo mondo». Quindi la Chiesa non dovrebbe parlare costantemente come se il regno di Dio fosse di questo mondo. Il nostro compito non è lo stesso di quello dei politici.
E quale?
La Chiesa si esprime su questi temi sociali già da decenni.
Non abbiamo bisogno di documenti sempre nuovi al riguardo. A noi sta a cuore la salvezza delle anime. Il Vangelo racchiude in sé tutte le risposte. In fin dei conti, le cose sono semplici. Un eccesso di parole e complessità non è indice di una soluzione divina. La nostra soluzione è Gesù. È questo che dobbiamo offrire al mondo, nient’altro. È così semplice.



